1. FCN Nürnberg : „Ein großer Schritt nach vorne“

_POSTEDBY jhollaender (jhollaender) on Monday, 15. September 2008
1. FCN Nürnberg

Im entscheidenden Moment gelang es den Bundesliga-Handballerinnen des 1. FC Nürnberg diesmal trotz der sicherlich nicht einfachen Situation den Turbo zu zünden. Sie gewannen dank einer enormen physischen und psychischen Leistung beim VfL Oldenburg hochverdient mit 27:24 (10:11).

Bereits im ersten Durchgang präsentierten sich die Nürnbergerinnen schon etwas verbessert gegenüber dem Auftritt in Göppingen in der Vorwoche. Vor allem Jana Krause erwies sich wieder als sicherer Rückhalt, doch war zunächst die Fehlerquote ausgerechnet in der Nürnberger Paradisziplin, dem Gegenstoß, noch zu hoch.

Zudem leistete man sich in Überzahl insgesamt fünf Gegentreffer und machte sich damit selbst das Leben schwerer als eigentlich nötig.

Bis zum 17:17 wogte die Partie dadurch beständig hin und her. Und wie in Göppingen galt es von Beginn an einen Rückstand aufzuholen. Doch absetzen konnten sich die Oldenburger dank Krause und der tollen Nürnberger Moral nicht.

Und auch die Angst, die Kraft würde am Ende wieder nicht reichen, wurde diemal nicht bestätigt. Die Nachwuchskräfte Linda Jäger, Tanja Schorradt und Beate Scheffknecht brachten den ersten Sechs die nötige Entlastung, und Maja Gubova schloß ab der 40. Minute nahtlos an die glänzende Leistung von Jana Krause an.

Statt wieder auszugehen, sprang der Motor diesmal an. Inklusive des berühmten Nürnberger Turboladers. Beim 17:18 ging der FCN zum ersten Mal in Führung. Beim 18:20 waren es bereits zwei Treffer Differenz.

Noch konsequenter und konzentrierter als zuvor präsentierte sich nun die Defensive. Zudem stimmten auch die Laufwege im Angriff mehr und mehr und was noch wichtiger war: auch der Abschluss.

Vom 20:21 (48.) zog der FCN-Express nun unaufhaltsam erst auf 20:23 dann sogar auf 21:26 (56.) davon. Entschieden war die Begegnung damit allerdings noch nicht. Auch Oldenburg gab nicht auf. Doch näher als auf 24:26 ließen sie die ohne Nachlass kämpfenden Nürnbergerinnen nicht mehr herankommen.

„Das war ein großer Schritt nach vorne“ freute sich hernach ein erleichterter FCN-Coach Csaba Szücs, dass sein Team diesmal für seinen Kampfgeist auch belohnt wurde. Und sprach der gesamten Mannschaft „ein Riesenlob“ aus. Nun hofft er, dass das Erfolgserlebnis „die nötige Ruhe gibt“ für die kommenden Aufgaben, die sicherlich auch nicht leichter werden.

VfL Oldenburg:
Renner, Surkova;
Gümmer (1), Badenhof (1), Schirmer, Wenzl (1), Fagerhus (1) Schmele (6/2), Kethorn (2), Neuendorf (5/1), Geschke (5/1), Scholl (2), Parchina.

1. FC Nürnberg:
Krause, Gubova (ab 40.);
Schorradt, Scheffknecht, Rohde (5), Walzik (5), Jäger, Wohlbold (2), Rösler (7/4), Beck (5), Engel (3).

Siebenmeter: 6/4 zu 4/4
Zeitstrafen: 12 zu 6 Minuten
Schiedsrichter: Hagen Becker und Axel Hack.