Die Trierer Miezen haben den ersten Auswärtssieg der laufenden Saison eingefahren und sich vorrübergehend den zweiten Tabellenplatz der Handballbundesliga erkämpft. Bei Aufsteiger Borussia Dortmund machte es die Mannschaft von Trainerin Ildiko Barna am Ende aber noch einmal spannende, ehe der denkbar knappe 24:23 (14:10) Auswärtssieg zur Buche stand. Torhüterin Maike März sicherte den Miezen, die zwischenzeitlich schon mit fünf Toren in Führung lagen und bei denen Svenja Huber nach ihrem Fingerbruch ihr Bundesligadebüt im Miezen-Trikot gab, dabei mit ihren Paraden in der umkämpften Schlussphase den Auswärtssieg. Nur beim 1:0 durch Gesine Paulus und 2:1 durch Miranda Robben gingen die Gastgeberinnen, die als Tabellenletzter weiter auf den ersten Punktgewinn im Oberhaus warten müssen, in Führung, durch drei Treffer von Stefanie Egger in Folge übernahmen die Miezen beim 3:2 nach sieben Minuten die Führung.
Kontinuierlich bauten die Gäste von der Mosel in der Folgezeit den Vorsprung aus, über 10:7 führten die Miezen zur Pause 14:10, und lagen auch nach dem Seitenwechsel bis zum 18:13 (36.) klar in Front. Technische Fehler im Angriffsspiel der Miezen nutzte Dortmund dann zur Aufholjagt und erzielte innerhalb von nur fünf Minuten beim 18:19 (41.) den Anschlusstreffer durch Friederike Lütz nach einem Ballverlust von Svetlana Mozgovaja. Ildiko Barna nahm eine Auszeit, und beim 21:19 eine Viertelstundevor dem Ende lagen die Miezen wieder mit zwei Toren in Front. Dortmund ließ sich nun jedoch nicht mehr abschütteln, knapp zwei Minuten vor dem Ende erzielte Miranda Robben den 22:23 Anschlusstreffer für die Borussinnen, im Gegenzug traf Roubinkova für die Miezen zum 24:22 und Oxana Pal vergab frei die Entscheidung. Für Dortmund, die auch in der spannenden Schlussphase mehrmals an der starken Torhüterin Maike März im Miezen Tor scheiterten, reichte es 30 Sekunden vor dem Ende nur noch zum 23:24 Anschlusstreffer durch Tessa Cocx. „ Ich freue mich total über die zwei Punkte, auch wenn wir im Angriff zu viele technische Fehler gemacht haben und so unsere Führung zu schnell verspielt haben“, so eine erleichterte Ildiko Barna nach der Partie, die bei ihrer Mannschaft aber einen spielerischen Fortschritt zur Vorwoche ausgemacht hat. Dortmunds Trainer Dieter Trippen trauerte vor allem den vergebenen Chancen in der ersten Halbzeit nach. „ Wir waren gut auf Trier vorbereitet und haben das Spiel in eigener Überzahl in der ersten Halbzeit verloren. Kämpferisch haben wir uns vor allem in der 2. Halbzeit dann aber enorm gesteigert, stehen aber am Ende leider mit leeren Händen da.“
Borussia Dortmund – DJK/MJC Trier 23:24 (10:14)
Dortmund:
Roelofs, Brorsson;
Cocx (4), Busch, Spriestersbach (3), Kunze, Karsten (6/1), Robben (7/3), Larsen, Paulus (2), Lütz (1), Fiedel;
Trainer: Trippen
Trier:
März, Monz;
Egger (4), Nadgornaja (2/1), Roubinkova (3), Hofman (2), Mozgovaja (2), Pal (3), Pütz (2), Vallet (1), Arnosova (1), Eickhoff, Huber (1), Solic (3);
Trainerin: Barna
Zuschauer: 400
Siebenmeter: 5/4 (Karsten scheitert an März) - 1/1
Zeitstrafen: 6 – 14 min
Schiedsrichter: Becker / Hack