Die Elfen haben das erste Spiel in der neuen Heimat verloren. Die Mannschaft von Trainerin Renate Wolf unterlag vor 550 Zuschauern in der Wilhelm-Dopatka-Halle dem Aufsteiger Frisch Auf Göppingen mit 31:32 (15:14). Sieggarant für die Württembergerinnen wurde Torhüterin Alexandra Meisl, die in der Schlusssekunde den möglichen Ausgleich durch Yvonne Fillgert verhinderte.
Die Partie verlief sehr wechselhaft. In der Anfangsphase dominierten die Elfen das Spielgeschehen und kam dank der Paraden von Torhüterin Lena Knipprath zu einer schnellen 7:2 (13.) Führung. Vor allem von den Rückraumpositionen kamen die Elfen zum Erfolg. „Wir haben konzentriert und aggressiv in der Deckung begonnen“, beschreibt Trainerin Renate Wolf diese gute frühe Phase der Elfen.
Einige Unkonzentriertheiten im Abschluss verhinderten eine noch höhere Führung der Gastgeberinnen und beim Stand von 9:5 (16.) nahm Göppingens Coach Emir Hadzimuhamedovic bereits seine Auszeit im ersten Spielabschnitt.
„Wir haben mit einer offensiven Deckung gerechnet und auch unsere Laufwege darauf eingestellt“, so der Gästetrainer.
Dennoch änderte sich am Spielverlauf zunächst nichts. Bis vier Minuten vor dem Seitenwechsel dominierten die Elfen den Gegner und lagen verdient mit 15:10 in Führung. Dann jedoch kam ein Bruch ins Spiel der Gastgeberinnen. „Wir haben schon zum Ende der ersten Halbzeit nicht mehr so zugepackt und entsprechend Tor um Tor verspielt“, so Wolf.
Beim Stand von 15:14 wurden dann die Seiten gewechselt und nun kontrollierte der Aufsteiger das Spielgeschehen. Binnen kürzester Zeit zogen die Gäste auf 16:20 davon. Die Elfen waren bereits zehn Minuten ohne Feldtorerfolg, lediglich Yvonne Fillgert hatte einmal von der Strafwurflinie getroffen. „Wir hatten in den ersten 25 Minuten einfach zu viel Respekt. Ich habe meine Mannschaft angeschrien, dass hier heute was geht“, erklärte Hadzimuhamedovic nach dem Spiel.
Rechtsaußen Claudia Schückler beendete die Torflaute der Elfen mit zwei sehenswerten Toren, doch Göppingen ließ sich scheinbar nicht mehr von der Siegerstraße abbringen. Der Aufsteiger schlug die Elfen mit den eigenen Waffen und kam über das Tempospiel zu schnellen Toren, während sich die Elfen jedes Tor hart erarbeiten mussten. „Wir haben uns heute viel vorgenommen, aber konnten wie schon in Frankfurt unsere Leistung nicht zu 100 Prozent abrufen. Das müssen wir nun bis zum Sonntag abstellen“, so Karin Weigelt.
Als Martina Fritz eine Viertelstunde vor dem Abpfiff das 19:26 erzielte, schien die Partie entschieden, doch das Team bewies noch einmal Moral und versuchte das Unmögliche. In den letzten zehn Minuten schmolz das Polster der Gäste kontinuierlich und als die Elfen durch Laura Steinbach den Rückstand auf zwei Tore verkürzt hatten, setzte Renate Wolf alles auf eine Karte und ließ die offene Manndeckung praktizieren.
Göppingen patzte zwar die erforderlichen zwei mal, doch den letzten Gegenstoß parierte Meisl dann gegen Gräfer, so dass ein 31:32 Auswärtserfolg für die Gäste zu Buche stand. „Ich bin enttäuscht, denn ich habe hier heute Abend mit einem anderen Ausgang gerechnet“, so Renate Wolf. Ihr Gegenüber Emir Hadzimuhamedovic konnte sich über die nächsten Pluspunkte im Kampf um den Abstiegskampf freuen. „Wir sind heute hier nicht angereist, um das Spiel zu verlieren. Ich muss dennoch erneut vor meiner Mannschaft den Hut ziehen. Dieser Auftritt war aller Ehren wert“, so der Gästetrainer.
Leverkusen:
Knipprath, Woltering
Byl 3, Fillgert 6/3, Weigelt, Kocevska, Vietz, Loerper 5/1, Glankovicova 2, Schückler 4, Ahlgrimm 4, Steinbach 7, Glathe
Göppingen:
Meisl, Schneider
Breitinger 5, Verboven 3, Schröder 7, Breidert 3, Fritz 5, Dos Santos 5/2, Vojtiskova 3, Stratmann 1