Am 28.9. um 15 Uhr empfängt das Team Buxtehude den THC. Der letzte und erste Auswärtssieg gegen Buxtehude liegt rund zwei Jahre zurück. Die Damen von der Küste haben in den bisherigen vier Punktspielen nur einmal gewonnen (Trier 26:21) und belegen momentan Platz 9 mit 2:6 Punkten. Ein "Papier-Vergleich" - gegen Oldenburg unterlag man auswärts 17:22.
Solcherlei Vergleiche waren noch nie sinnvoll, schon gar nicht bei der diesjährigen Konstellation in der Frauen-Bundesliga, die schon einige unerwartete Ergebnisse gebracht hat.
Das Team Buxtehude hat sich stabilisiert - nachdem die ehemalige Leistungsträgerin Steffi Melbeck schon letzte Saison nach Dänermark wechselte, sind andere nachgerückt. Lone Fischer, Kaja Schmäschke, Julia Lupke - diese Namen kennen sicher nur Insider. Aber das sind drei auf die man achten muss - sie holten Weltmeistergold 2008 mit den DHB-Juniorinnen. Und das sicher nicht nur, weil BSV-Trainer Dirk Leun in Personalunion das erfolgreiche Juniorenteam trainiert. Diane Lamein und Jana Stapelfeld sind für ihre Angriffsgefahr bekannt. Erfolgreichste BSV-Werferin bisher ist Randy Bülau mit 18 Feldtoren.
Dago Leukefeld hat in dieser englischen Woche Schwerstarbeit zu leisten. Nachdem verletzungsbedingt vor dem Oldenburg-Spiel kein Training mit der Stammsieben möglich war, sind Marielle Bohm und Tine Dangel wieder dabei. "Wir werden hart am Abstellen der Fehler vom Mittwochabend arbeiten," hatte der Coach versprochen. Wie schwer das umzusetzen ist, weiß er genau, auch wenn er eine solche Situation, in Thüringen noch nicht erlebt hat. "Mit einer Videoanalyse werden wir uns auf den Gegner einstellen, aber der Schwerpunkt wird eindeutig auf der Analyse der eigenen Fehler liegen", ergänzt Leukefeld. Er bemängelt vor allem die hohe Anzahl von Pass- und technischen Fehlern, die er auf immer noch fehlende Bindung zwischen den Mannschaftsteilen zurückführt.
Die THC-Damen wissen, dass sie auswärts nur erfolgreich sein können, wenn es ihnen gelingt, Wurf- und Passgenauigkeit eindeutig zu verbessern. Dass sie das wollen, haben sie am Mittwoch auch dem treuen Publikum in der Salza-Halle bewiesen. Leider wurde aus dem sehenswerten Kampf dann doch zu oft Krampf. Bleibt zu hoffen, dass die nervliche Bürde in Buxtehude nicht so groß sein wird - hier starten die Hausherrinen als Favorit.