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Fünf Tore Minus hatte der HC Leipzig im Rückspiel des EHF-Pokals gegen die Französinnen von Issy les Moulineaux aufzuholen, am Ende waren es in der Addition sieben Treffer Vorsprung: Mit 24:12 feierte der HC einen wertvollen Sieg, der dem Team aus der Messestadt den Einzug ins Halbfinale bescherte. Vier Treffer in Folge zum 7:3 bereiteten früh den Weg, die Abwehr stand und auch im Angriff zeigte sich die Mannschaft von Heine Jensen deutlich verbessert. Hätte Leipzig nicht in der Chancenverwertung gesündigt, es wären noch mehr als sechs Tore Vorsprung zur Pause möglich gewesen. Auch in den zweiten dreißig Minuten hielt die Dominanz des HCL an, eine Schwächeperiode zu Beginn überstanden die Gastgeberinnen und stellten in der Folge die Weichen Richtung Halbfinale. Kapitän Henrike Milde erklärte: "Wir hatten uns in den letzten beiden Spielen und vor allem am Mittwoch gegen Dortmund nicht mit Ruhm bekleckert. Die Mannschaft ist eng zusammengerückt und alle konnten sehen, was wir als Gemeinschaft erreichen können. Das haben wir einfach gebraucht und so wollen wir weiter machen." In der Bundesliga herrscht der Abstiegskampf, auf europäischer Bühne hingegen läuft es perfekt für den Thüringer HC. Ein 35:32 Sieg beim serbischen Klub Vrnjacka Banja bescherte dem THC den Einzug ins Halbfinale des Challenge Cup. "Für meine Mannschaft ist der Sieg ein riesiger Erfolg", freute sich Trainer Dago Leukefeld, der mitansehen konnte, wie seine Spielerinnen nach einer Abtastphase nach zwanzig Minuten immer mehr das Kommando übernahmen. Nach der Pause baute Erfurt den Abstand auf sieben Treffer aus, es sollte nichts mehr anbrennen, auch wenn die Gäste immer wieder auf drei Treffer heran kommen konnten. Letztlich behielt der THC den Überblick, fuhr den Sieg nach Hause und kann sich nach zwei Siegen nun auf das Halbfinale freuen. Ein möglicher Gegner wäre dann auch ProVital Blomberg, die sich bereits am vergangenen Wochenende qualifiziert hatten und ihre gute Form im Ligaspiel gegen Bayer Leverkusen unterstrichen, Leverkusen hatte in der Vorwoche souverän den Einzug ins Halbfinale des Pokalsiegerwettbewerbs geschafft. Im Duell der Halbfinalisten feierten am Ende die Gastgeberinnen einen glücklichen Erfolg und punkteten im Kampf um den Klassenverbleib. Der Tabellenführer hatte zuvor einen Start nach Maß erwischt und führte früh mit 7:2. Nachdem Renate Wolf verletzungsbedingt die Auswahlspielerinnen Clara Woltering, Laura Steinbach und Penda Bönighausen ersetzen musste, nahm ihr Gegenüber Andre Fuhr mit einer taktischen Umstellung mit Anna Loerper den verbliebenen Aktivposten in der Offensive der Elfen aus dem Spiel und stellte so die Weichen für die Aufholjagd. Nach 21:17 unterliefen Leverkusen zu viele Fehler und unvorbereitete Abschlüsse erlaubten Blomberg zu verkürzen und auszugleichen. Den Siegtreffer erzielte dann Mirja Mißling. Ein Achtungszeichen setzten auch die Rhein-Main Bienen, die mit 35:33 die Punkte vom 1. FC Nürnberg entführten. Beim Debüt der lange verletzten Franzika Garcia Almendaris musste Nürnberg über weite Strecken einem Rückstand hinterherlaufen, die Gäste zeigten sich im schnellen Spiel nach vorne besser organisiert und hatten auch in der Defensive Vorteile. Im zweiten Durchgang konnte der FCN ausgleichen, zehn Minuten vor Schluss schaffte man gar die 28:27 Führung. Die Gäste hatten aber den längeren Atem und feierten einen wichtigen Sieg, der den Abstand auf einen Abstiegsplatz auf fünf Punkte wachsen ließ. "Kompliment an mein Team für eine aufopferungsvolle kämpferische Einstellung und vor allem für die konsequente Umsetzung bis zum Schluss der taktischen Vorgabe. Das Spiel haben wir immer wieder bestimmt und deshalb ist es ein verdienter Sieg, der uns sehr viel Selbstvertrauen gibt im Hinblick auf die kommenden Aufgaben", freute sich Raul Alonso über den Coup seiner Bienen. Einen Rückschlag im Kampf um die Play-off Plätze musste derweil der Frankfurter HC quittieren. Mit 21:26 unterlag das Team von Dietmar Schmidt in Göppingen, dabei konnten die Oderstädterinnen auch eine ordentliche erste Hälfte nicht zu ihren Gunsten nutzen. Im zweiten Durchgang zog Frisch Auf entscheidend auf 16:11 davon. Frankfurt/Oder konnte noch einmal den Anschluss herstellen, in der Schlussphase traf dann aber nur noch das Team von Emir Hadzimuhamedovic. "Das Fehlen von Franziska Mietzner war heute einfach nicht zu kompensieren", stellte Dietmar Schmidt fest, der einige junge Nachwuchsspielerinnen aus der Frankfurter Talentschmiede zum Einsatz brachte. Im Rennen um einen Play-off Platz ist auch noch der BSV Buxtehude, der Schlusslicht Dortmund beim 27:19 keine Chance ließ. Dortmund hatte mit einem Auswärtserfolg in Leipzig unter der Woche für einen Paukenschlag gesorgt, konnte in Buxtehude aber nicht nachlegen. Knapp zwanzig Minuten lang spielte der Revierklub mit, ehe der BSV dank einiger Umstellungen den richtigen Weg fand und zur Pause beruhigend auf vier Treffer davon marschieren konnte. Im zweiten Durchgang ging bei den Dortmunderinnen immer mehr die Kraft zur Neige, Buxtehude konnte sich am Ende klar absetzen und den zehnten Saisonsieg feiern, der das Team von Dirk Leun auf den vierten Platz der Tabelle hievte. |
