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Der Thüringer HC ist nach vier Jahren in der ersten Bundesliga faktisch abgestiegen. Bei der wiederum denkbar knappen 31:33 Niederlage zeigten die Leukefeld-Schützlinge zwar eine vor allem im zweiten Abschnitt starke kämpferische Leistung, verloren am Ende allerdings wieder knapp und haben jetzt vier Punkte und 26 Tore Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Der erste Halbzeit war so gar nicht nach dem Geschmack der mitgereisten THC-Anhänger. Die Thüringerinnen agierten in der Anfangsphase zu druck- und körperlos. Vor allem die in den Anfangsminuten stark auftrumpfende Denisa Glancikova setzte bei den Gastgebern die Akzente. Bereits nach zehn Spielminuten hatte die tschechische Rückraumspielerin fünf ihrer insgesamt neun Treffer erzielt. Die Angriffsreihe der Thüringerinnen biss sich demgegenüber mehrfach die Zähne an der beweglichen und robusten Leverkusener Abwehr aus. So schafften sich die Gastgeber bis zur Halbzeit ein Vier-Tore-Polster (18:14). Auch nach zehn gespielten Minuten im zweiten Abschnitt sah alles nach einem klaren Favoritensieg aus. Beim Stand von 25:19 schien die Partie bereits entschieden. Aber der THC kämpfte sich wie in den vergangenen Partien wieder zurück ins Spiel. Tor um Tor holte die Gästesieben auf. In der 53. Spielminute war der Anschluss durch die mit neun Toren erfolgreichste THC-Schützin Petra Starcek hergestellt. Der psychologisch wichtige Ausgleichstreffer gelang allerdings trotz mehrfacher Möglichkeiten nicht. Leverkusen hatte in der emotionalen und hektischen Schlussphase durch die routinierte Heike Ahlgrimm eine sichere Vollstreckerin in ihren Reihen. Die letzten drei Treffer der Gastgeber gingen allesamt auf ihr Konto. So verhalf auch die offene Manndeckung am Ende des Spiels nicht mehr zu den dringend benötigten Pluspunkten und der Thüringer HC muß den bitteren Weg in Liga 2 antreten. Dementsprechend niedergeschlagen waren Spielerinnen, Verantwortliche und Fans nach dem Schlusspfiff. Dem THC bleiben jetzt noch zwei Bundesligapartien und die Spiele im Europacup, um die Saison einigermaßen positiv zu beenden. Stimmen zum Spiel: Dago Leukefeld (THC): In der ersten Halbzeit wurden wir klar von Leverkusen beherrscht. Da haben wir klare Chancen weggelassen und mehr Ego-Handball gespielt. In der zweiten Hälfte lief es dann besser, aber wenn man die Big-Points nicht macht, wird man halt bestraft. Statistik: Thüringer HC: Zeitstrafen: 1 - 1 |
