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Jubel bei den Elfen über den ersten Tabellenplatz auf der einen, Trauer bei den Gästen vom Thüringer HC über den nun fast sicher feststehenden Abstieg auf der anderen Seite. Am Ende einer temporeichen und kämpferisch geführten Partie hatten sich die Bayer Handballdamen erwartungsgemäß mit 33:31 (18:14) durchgesetzt. Die Elfen kompensierten dabei durch eine starke Lena Knipprath das Fehlen von Stammkeeperin Clara Woltering und später auch den Ausfall der mit einer Fingerverletzung ausgeschiedenen Anna Loerper. Die ehemalige Leverkusenerin Alexandra Uhlig mahnte im ersten Spielabschnitt vor allem das Rückzugsverhalten ihres Teams an. "Wir haben ja fast alle Gegentore aus der ersten oder zweiten Welle kassiert", so die Rückraumspielerin des THC. Leverkusens Renate Wolf war einfach froh, dass die beiden Punkte in Leverkusen geblieben waren. "Wir sind gut in die Partie gekommen und konnten uns bis zur 40. Minute einen Vorsprung erarbeiten. Durch die Abwehrumstellung des THC haben wir dann wie bereits in Blomberg einige Probleme bekommen", sagte Wolf. Während Leverkusen den Platz an der Tabellenspitze zementiert hat, sind die restlichen drei Play-off Plätze hart umkämpft. Der HC Leipzig kam vor heimischer Kulisse gegen den Buxtehuder SV nicht über ein 21:21 Unentschieden hinaus. In einer wechselhaften Partie führten die Sächsinnen zwar früh mit 5:1, doch Buxtehude kam immer besser ins Spiel. Zwanzig Minuten vor dem Ende führte die Leun-Sieben bereits mit 17:14, doch Leipzig kämpfte sich noch einmal zum Remis heran. "Erstmal bin ich enttäuscht, aber so langsam realisiere ich, dass wir hier einen Punkt geholt haben", erklärte eine völlig erschöpfte Randy Bülau nach der Partie. Buxtehude hatte in der Schlußminute den Ball verloren und Leipzig sich so die Chance zum Siegtreffer geboten. Dieser gelang aber nicht mehr, obwohl die Gäste nach einer Hinausstellung gegen Diane Lamein die letzten zwölf Sekunden in Unterzahl absolvieren musste. In einem weiteren Treffen zweier Kandidaten für die Play-offs setzte sich der Frankfurter HC knapp gegen den VfL Oldenburg mit 33:32 durch. Torhüterin Melanie Herrmann verhinderte mit einem gehaltenen Strafwurf acht Sekunden vor Spielende den möglichen Ausgleichstreffer für die Niedersächsinnen. In der Brandenburg-Halle entwickelte sich von Beginn an eine schnelle und torreiche Begegnung, in der zunächst die Gäste die Nase vorn hatten. Vier Tore in nicht einmal drei Minuten bescherten den Gastgeberinnen eine 21:17-Führung und Oldenburg einen psychologischen Rückschlag vor dem Seitenwechsel. Als bei den Gästen Fagerhus und Wenzl vom Siebenmeterpunkt an FHC-Torfrau Vanessa Beier scheiterten, Melanie Herrmann einen Wurf der blass gebliebenen Angie Geschke locker abfing und danach auch noch einen Strafwurf von Sabrina Neuendorf abwehren konnte, sah der FHC nach dem 32:24 (49.) von Franziska Mietzner bereits wie der sichere Sieger dieser Partie aus. Dann aber riss der Faden beim FHC, Oldenburg holte Tor um Tor auf und hätte kurz vor dem Ende noch den Ausgleich erzielen können, doch Fagerhus scheiterte an Herrmann. Hinter Leipzig und Frankfurt/Oder, aber noch vor Oldenburg und Buxtehude belegt der 1. FC Nürnberg nach dem 28:25 Auswärtserfolg in Dortmund den letzten Play-off Rang. Die Gastgeberinnen lagen anfangs in Front und hielten lange Zeit ein Unentschieden. Die Gastgeberinnen langen anfangs in Front, hielten knapp zwanzig Minuten ein Unentschieden, ehe sich Nürnberg beim 12:16 erstmals absetzte. Das unmittelbar davor Kerstin Wohlbold die dritte Zeitstrafe kassierte, brachte den FCN ebenso wenig aus der Bahn wie die Disqualifikation von Christina Rohde, ebenfalls nach der dritten Zeitstrafe, in der 51. Minute. Unmittelbar davor hatte Rohde beim 18:23 noch für eine Vorentscheidung besorgt. Miranda Robben brachte Dortmund noch einmal auf 24:26 heran, ein Punktgewinn war dem Tabellenletzten allerdings nicht vergönnt. Die beiden verbliebenen Partien standen an diesem Wochenende im Zeichen des Abstiegskampfes. "Es ist mir egal, ob eine Seiffert 14 Tore oder eine Hagel 25 Tore wirft. Wir haben in der letzten Minute den Ball, werfen ihn unnötig weg und die Bienen holen sich im Gegenzug kurz vor Schluss den Sieg", so Blombergs Coach Andre Fuhr nach Spielende. "Bei Sulzbach hat die letzte Spielerin erkannt, um was es geht. In unseren Reihen ist dies wohl noch nicht der Fall", so Fuhr weiter. In einer ausgeglichenen Partie fiel die Entscheidung erst in der Schlussphase. Vier Minuten vor dem Ende brachte Michaela Seiffert die Gäste aus dem Lipperland mit 29:28 in Führung. Raul Alonso nahm seine Auszeit, um seine Spielerinnen auf die letzten Spielminuten einzustellen. Während die Arena bereits gewaltig brodelte, erzielte Ruta Latakaite den 29:29-Ausgleich. Auch der letzte Blomberger Angriff blieb ohne Torerfolg und so war es Raissa Tichonowitsch fünf Sekunden vor der Schlusssirene von der Strafwurflinie vorbehalten zum entscheidenden 30:29 einzunetzen, nachdem Birute Stellbrink gefoult worden war. "Ich bin begeistert von der kämpferischen Leistung meiner Mannschaft. Wir haben bis zum Schluss gefightet und hatten letztendlich das Glück auf unserer Seite", kommentierte Bienen-Coach Alonso den Sieg. Neben den Rhein-Main Bienen sind auch die Trierer Miezen durch einen Auswärtserfolg bei Frisch Auf Göppingen alle Abstiegssorgen los. Trier startete furios und selbstbewusst, während die Bedeutung der Partie für den Klassenverbleib in den Göppinger Köpfen offenbar belastend war. Entsprechend nervös agierten die Schützlinge von Emir Hadzimuhamedovic, ließen sich leicht den Ball abluchsen oder scheiterten überhastet an Maike März im Trierer Kasten. Immer wieder legte Trier eine drei Tore Führung vor, die Göppingen bravourös kämpfend immer wieder egalisierte. Doch die Führung sollte Göppingen in der Schlussphase verwehrt bleiben. Überhastet benötigten die Frisch Auf Frauen zu viele Versuche für Torerfolge, Daniela Stratmanns gelang schließlich das 28:28 (57.). Das Spiel war ruppig geworden, aber auch gegen eine offensive Göppinger Abwehr fand Trier immer wieder die richtige Antwort. Simona Roubinkovas Treffer vier und fünf waren letztlich gleichbedeutend mit dem knappen 29:30-Miezenauswärtssieg, der nach Abpfiff entsprechend gefeiert wurde. |
