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Beim 4:4 waren die Oldenburgerinnen wieder dran und gingen gestützt auf eine glänzende Torwartleistung nicht nur beim 4:6 selbst mit zwei Treffern in Führung, sondern konnten die auch noch nach und nach ausbauen. Beim 6:10 waren es erstmals vier Tore Differenz, beim 7:12 bereits fünf. Doch die Club-Mädels wollten sich natürlich ihre bislang größte Chance auf einen Titel in diesem Jahr nicht nehmen lassen und kämpften sich zurück ins Spiel. Tor um Tor verkürzte das Team von Csaba Szücs und hatte beim 10:12 den VfL wieder in Reichweite. Rechtzeitig zum Pausentee gelang Katrin Engel sogar wieder der Anschlusstreffer zum 14:15 per Siebenmeter. Und kaum waren die Seiten gewechselt legte Kerstin Wohlbold mit ihrem einzigen Treffer das Tor zum Unentschieden nach. Es folgte ein offener Schlagabtausch. Zweimal konnte dabei der VfL Oldenburg noch in Führung gehen, doch beim 18:17 warf Ania Rösler erstmals wieder den Club nach vorne. Bis zum 21:20 konnten die Nürnbergerinnen ihren knappen Vorsprung verteidigen. Eine deutlichere Führung indessen gelang nicht. Dies sollte sich rächen, denn beim 21:22 gab Oldenburg dem höchstspannenden Finale eine erneute Wende. Kurz darauf konnte der VfL sogar eine Zeitstrafe von Franzi Beck nutzen und erhöhte auf 21:23. Und hätte kurz darauf – Oldenburg war nach einer weiteren Strafzeit gegen Franziska Garcia Almendaris erneut in Überzahl – nicht Sabrina Neuendorf einen Siebenmeter vergebe, wäre eventuell bereits hier der Vorsprung noch deutlicher angewachsen. So aber erzielte Sara Walzik beim 22:23 ein letztes Mal den Anschlusstreffer. Doch nur 23 Sekunden später führte der VfL erneut mit 22:24 und Club-Coach Szücs griff erneut zur grünen Karte und versuchte dem Spiel eine letzte Wendung zu geben. Ohne Erfolg. Die Nürnbergerinnen blieben in der Folge nicht nur erst einmal torlos, sondern gerieten durch eine Zeitstrafe gegen Kerstin Wohlbold auch noch erneut in Unterzahl. Prompt erhöhte der VfL Oldenburg auf 22:25. Doch trotz Unterzahl erkämpften sich die Nürnbergerinnen noch einmal einen Siebenmeter, den Katrin Engel sicher verwandelte. Doch das 23:25 sollte der letzte Treffer des 1. FC Nürnberg an diesem Nachmittag bleiben. Zwar erhielt nun auch die Oldenburgerin Kathrin Scholl drei Minuten vor Ende eine Zeitstrafe, nachdem sie kurz zuvor die alte Differenz wieder hergestellt hatte. Doch die Club-Mädels konnten ihre Überzahl nicht nutzen. Stattdessen traf der VfL Oldenburg in Unterzahl sogar zweimal. Eine Minute vor dem Ende war die Partie beim 23:28 entschieden. Aufgrund der Osterfeiertage und weil das Heimspiel gegen den HC Leipzig aufgrund dessen Verpflichtungen im Europapokal vom 18. auf Mittwoch, den 22. April verlegt werden musste, bleibt Club-Coach Szücs nun aber zumindest ein wenig Zeit, seine sichtlich enttäuschten Spielerinnen wieder aufzubauen und für den Endspurt im Kampf um den Playoff-Einzug vorzubereiten. 1. FC Nürnberg Handball: Krause, Gubova, Stockhorst; Schorradt, Rohde, Walzik (6), Jäger, Gebhard, Wohlbold (1), Rösler (4), Garcia Almendaris, Beck (2), Engel (10/5). Schiedsrichter: Lars Schaller und Sebastian Wutzler (Leipzig/Frankenberg) – Siebenmeter: 6/5 zu 4/3 – Zeitstrafen: acht zu acht Minuten (je einmal gegen Rohde, Wohlbold, Garcia Almendaris und Beck). |
