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Während die Gäste vermehrt Freude an der Aufgabe beim Pokalsieger verspürten, geriet der VfL im Laufe der Partie völlig von der Spur ab. Anspiele zur Kreis-Mitte verfingen sich meist in der dichten FAG-Abwehr, auch das Tempospiel klappte nur bedingt. Stattdessen konterte das auch im Positionsspiel bessere Frisch Auf den VfL aus. Seinen stärksten Waffen beraubt warf der VfL von der 23. Minute bis zum 9:17 durch Angie Geschkes Gegenstoß 20 Sekunden vor der Pause keinen Treffer mehr. Im zweiten Spielabschnitt behauptete Göppingen den Vorsprung bis zum Ende. "Wir waren mit dem Kopf nicht im Spiel. Ich habe mit allen Mitteln versucht, die Mannschaft einzustellen. Aber das ist mir nicht gelungen", so Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki selbstkritisch. Eine wechselhafte Partie, in der sich beide Teams nichts schenkten, sahen die Zuschauer in Buxtehude. Nach etlichen Führungswechseln gewannen am Ende die Gastgeber. Knackpunkt des Duells war wohl die 51. Spielminute, als Franziska Mietzner einen Siebenmeter nicht im Buxtehuder Tor unterbringen konnte und die Niederländerin Diane Lamein auf der Gegenseite vom Punkt zum 21:18 traf. Trotz der neunten Saison-Schlappe haben es die Frankfurterinnen jedoch im abschließenden Duell mit Meister Nürnberg am kommenden Samstag selbst in der Hand, mit einem Erfolg aus eigener Kraft die Qualifikation für die Meister-Playoffs noch perfekt zu machen. Die Handballerinnen des HC Leipzig stehen unterdessen erstmals seit zwölf Jahren wieder in einem internationalen Finale. Der Bundesliga-Zweite verlor am Samstag im EHF-Pokal sein Halbfinalrückspiel gegen den zuvor favorisierten russischen Titelverteidiger Dynamo Wolgograd zwar mit 20:24 (10:10), buchte aber nach dem überlegenen 25:15-Hinspielerfolg souverän das Ticket für das Endspiel. Dort wartet als Gegner Itxako Estella, das sich gegen Rulmentul Brasov knapp durchsetzte. In dieser Saison sind sich beide Mannschaften bereits in der Qualifikation zur Champions League begegnet. Damals gewannen die Sächsinnen bei den Spanierinnen mit 28:24. "Wir haben eine ganz starke Teamleistung abgeliefert. Das war sensationell", jubelte Manager Kay-Sven Hähner, der mit seinem Team direkt nach dem Abpfiff zum Flieger eilte, der den HCL über Moskau zurück nach Leipzig brachte. Ausgeschieden im Pokalsiegerwettbewerb ist hingegen Bayer Leverkusen. Die Mannschaft von Trainerin Renate Wolf präsentierte sich gegenüber der Vorwoche zwar in einer besseren Verfassung, doch auch im Rückspiel behielt der dänische Spitzenklub aus Kopenhagen die Oberhand und gewann am Ende mit 22:18 (10:8). Erneut lieferten sich beide Teams eine Abwehrschlacht, in der sich die Angriffsreihen nur wenige Torchancen erarbeiten konnten. Als Lyn Byl zehn Minuten vor dem Ende ihre zweite Zeitstrafe absitzen musste, nutzte Kopenhagen, um sich in der zuvor ausgeglichen Partie durch drei Tore in Folge auf 18:15 abzusetzen. Nachdem die überragende FCK-Spielerin Turey noch mit einem Gegenstoß den Vorsprung auf vier Tore erhöhte, beantragte Renate Wolf sieben Minuten vor Schluss ihre Auszeit. Kopenhagen behauptete jedoch seinen Vorsprung bis zum Ende und gewann am Ende mit 22:18. Im Challenge Cup erreichte der Thüringer HC das Endspiel. Das Team von Coach Dago Leukefeld verlor am Sonntag sein Halbfinalrückspiel beim türkischen Vertreter Izmir BSB zwar mit 27:32 (15:14). Doch der Bundesliga-Vorletzte rettete den Vorsprung vom 34:28-Hinspielsieg ins Ziel. Vor rund 3000 Zuschauern musste der THC auf die verletzte Spielmacherin Alexandra Uhlig verzichten. Dennoch wollten die Thüringerinnen nicht auf Verwalten, sondern auf Sieg spielen. Doch in der aufgeheizten Stimmung hielten sie nur bis zum 3:3 (8.) mit, ehe sich die Gastgeberinnen angeführt von ihrer starken Aufbauspielerin Serpil Iskenderoglu, die früher beim 1. FC Nürnberg spielte, auf 8:3 (13.) absetzten. Der THC kämpfte sich jedoch in die Partie zurück. In der Schlussphase drehte Izmir dann noch einmal auf. Als die Gastgeber dann 12 Sekunden vor Schluss beim Stand von 32:27 nochmals in Ballbesitz kamen, schien der Traum vom Finale in letzter Sekunde zu platzen. Ein weiteres Tor der Türkinnen hätte zum Ausscheiden des Thüringer HC geführt. Aber Katarina Bralo hielt eine Sekunde vor Schluss den letzten Ball. Ein rein deutsches Finale im Challenge Cup verhinderte Jennie Florin. Neun Sekunden vor dem Ende gelang der insgesamt achtmal erfolgreichen Spielerin von HBC Nimes mit einem Siebenmeter der entscheidende Treffer zum 26:24. Der Tabellen-Zehnte der Bundesliga geriet vor 2500 Zuschauern bis zur zehnten Minute durch viele technische Fehler, sowie den Paraden der Belgierin Nicky Houba mit 1:6 in Rückstand, fand aber angeführt von Neukamp und Ilyes wieder Anschluss und lag zur Halbzeit lediglich mit einem Treffer zurück. Nach dem Wechsel war die Partie völlig ausgeglichen. Bei Nimes übernahm nun die französische Nationalspielerin Mariama Signate die Verantwortung und brachte die Gastgeber knapp in Front. "Am Ende waren es Kleinigkeiten, die den Ausschlag gegeben haben, dass nun Nimes und nicht wir im Endspiel stehen", so Blombergs Trainer Andre Fuhr zum denkbar knappen Ausscheiden. Am Mittwoch stehen nun die Nachholspiele des 21. Spieltages auf dem Programm. Im Spitzenspiel muss sich der 1. FC Nürnberg mit dem HC Leipzig auseinandersetzen. Ligaprimus Bayer Leverkusen, als bislang einziges Team vorzeitig für die Meisterschaftsendrunde qualifiziert, empfängt die DJK/MJC Trier. ProVital Blomberg-Lippe kann mit einem Heimsieg über Borussia Dortmund den Klassenerhalt perfekt machen, während der Thüringer HC seine letzten theoretischen Chancen auf den Klassenerhalt mit einem Heimerfolg gegen die Rhein-Main Bienen nutzen will. |
