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Dann aber verlor das Team von Csaba Szücs den Faden. Statt wie zuvor die eigenen Treffer geduldig herauszuspielen, wollte der FCN nun zu schnell zu viel. Überhastet suchte man den Abschluss und machte damit den HCL stärker als er es zu diesem Zeitpunkt war. Denn auch in der Defensive häuften sich nun die Fehler. Und als Leipzigs Anne Ulbricht, die diesmal auf der Außenposition agieren musste, beim 10:11 das erste Führungstor der Sächsinnen markierte, sah Szücs die Zeit für ein Timeout gekommen. Das jedoch blieb zunächst nicht nur wirkungslos, sondern Szücs musste nun auch noch tatenlos mit ansehen, wie sein Team weiter in Rückstand geriet. Erst als Leipzigs Beste, Karolina Kudlacz, beim 10:13 eine Zeitstrafe erhielt, stockte der HCL-Express. Mit drei Treffern in Folge brachte nun Kathrin Engel ihre Farben wieder heran. Beim 13:14 war der Anschluss hergestellt. Und obwohl Mette Ommundsen kurz darauf das 13:15 erzielte, war nun auch bei Leipzigs Coach Heine Jensen Gesprächsbedarf. Und diese Maßnahme kurz vor dem Seitenwechsel hatte durchaus mehr Erfolg als die erste Auszeit der Begegnung. Erst holten die Sächsinnen eine Zeitstrafe gegen den FCN, kurz darauf auch noch einen Siebenmeter heraus. Der und ein weiterer Treffer kurz nach der Pause brachten Leipzig nun sogar erstmals mit vier Toren nach vorne. Dann folgte zunächst zwar ein weiterer Treffer von Engel für den Club, danach aber auch die schwächste Phase der Fränkinnen im Spielverlauf. Sechs lange Minuten lang schafften es die Nürnbergerinnen nun nicht mehr, den Leipziger Deckungsverbund in Verlegenheit zu bringen. Während die HCL-Offensive angetrieben von einer glänzend aufgelegten Kudlacz mit vier Toren in Folge den Vorsprung beim 14:21 auf sieben Treffer anwachsen ließ. Nun reagierte auch Szücs erneut und hatte mit seiner zweiten Auszeit deutlich mehr Erfolg als im Durchgang eins. Mit offensiverer Abwehr und viel Moral kämpften sich die Club-Mädels zurück ins Spiel. Vier Treffer erzielte der FCN in Folge. Beim 18:21 keimte sogar wieder Hoffnung auf. Doch letztlich hatte die Aufholjagd wohl zuviel Kraft gekostet. Denn während der HC Leipzig nun noch einmal zulegen konnte, kämpften die Nürnbergerinnen zwar in der Defensive weiter verbissen um jeden Ball, fanden aber in der Offensive weiterhin nicht die richtigen Mittel. Obwohl der HCL nun seinen Vorsprung wieder nach und nach vergrößern konnte, blieb am Ende bei Fans und Spielerinnen das Gefühl, dass eben doch etwas mehr drin gewesen wäre gegen den Tabellenzweiten. Und dieses Gefühl nährt nun die Hoffnung, dass man mit einer gezielten Analyse der eigenen Fehler nicht chancenlos am Samstag nach Frankfurt fährt. Und dort dann vielleicht doch noch in buchstäblich letzter Sekunde das Playoff-Ticket löst. 1. FC Nürnberg Handball: Zuschauer: 1.000 – Schiedsrichter: Holger Fleisch und Jürgen Rieber (Ostfildern/Nürtingen) – Siebenmeter: 8/8 zu 4/3 (Ommundsen scheitert an Krause) – Zeitstrafen: vier zu vier Minuten (zweimal gegen Garcia Almendaris). |
