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Beide Mannschaften kamen nur schleppend in das Match. Dem THC merkte man die enormen Belastungen aus dem Türkei-Trip an, bei den Bienen sah man, dass es um nichts mehr ging. So plätscherte das Spiel dahin, beste Akteurinnen waren die beiden Torhüterinnen Katarina Bralo und Isabell Roch. Sie sorgten dafür, dass die Angreiferinnen spärlich ihre Ziele erreichten. Erst nach acht Minuten fiel der dritte Treffer der Partie. Im Zwei-Minuten-Rhythmus gab es dann Tore. Nach 23 Minuten gab es beim 5:5 eine sehr geringe Ausbeute. Bis zum Pausentee entschieden sich beide Teams ihre Anzahl noch fix zu verdoppeln um den wieder zahlreichen Zuschauern zu demonstrieren, dass doch die Tore auch beim Handball das Salz in der Suppe sind. Nach dem Wechsel merkte man den THC-Spielerinnen den größeren Willen an dem einheimischen Publikum noch einen Sieg zu präsentieren. Der Thüringer HC erspielte sich einen Vorsprung, büßte diesen binnen 197 Sekunden wieder ein um dann richtig loszulegen. Besonders Petra Starcek spielte nun wie entfesselt auf und zeigte ihr Können eindrucksvoll. Die kroatische Rückraumspielerin feuerte die Bälle aus allen Lagen ins Netz und brachte nun die richtige Stimmung auf die Tribüne. Beim 20:16 schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein, da auch die Gäste sich nicht wirklich wehrten. Die gefährliche Rückraumreihe mit Stellbrink, Jakubisova und Latakaite kam zusammen auf sieben Treffer. Akzente gelangen nur der Kreisläuferin Nicole Steinfurth und Raissa Tikhonovitch, die mit ihren 38 Jahre routiniert alle acht Strafwürfe der Bienen verwandelte. Doch Bruder Leichtfuss kam beim THC ins Spiel und viele einfache Ballverluste brachten den Tabellensiebten wieder ran. Nach dem 23:22-Anschluss neun Minuten vor Ende legte der THC aber noch mal los und erzwang beim 26:22 (54.) die endgültige Entscheidung. Der höchste Bundesliga-Heimsieg der Saison stand fest und die Zuschauer feierten ihren THC trotz der bitteren Abstiegspille. Nun soll am Samstag in Dortmund noch mal gezeigt werden, dass der Verein, die Mannschaft, die Fans und alle unermüdlichen Arbeiter im Bundesliga-Team Erstliga-Niveau haben. Die Vertragsverlängerungen von Marielle Bohm, Nadine Härdter, Lucie Fabíkovà und Martina Knytlová wurden von THC-Präsident Dr. Karsten Döring bekannt gegeben. Die Unterschriften der anderen Spielerinnen, die gehalten werden sollen erwartet Döring in den nächsten Tagen. Dazu stehen bereits mit Maike März und Franziska Garcia-Almendaris zwei Neuzugänge fest. Alle im Verein fiebern nun dem Europapokalfinale entgegen. Das Hinspiel in Nimes wird voraussichtlich am 10. Mai in Frankreich stattfinden, die Entscheidung fällt am 16. Mai ab 15 Uhr in Thüringen. Damit wird der Pokal auf jeden Fall den Weg nach Thüringen finden! Gespielt wird allerdings in der Erfurter Messehalle, da die Salza-Halle in Bad Langensalza den Endspiel-Regularien der EHF nicht entspricht. Der THC hofft auf eine genauso stimmungsvolle Kulisse wie in Bad Langensalza. Stimmen zum Spiel Raúl Alonso (Trainer Rhein-Main-Bienen): Die Halle bietet eine wundervolle Kulisse mit toller Stimmung. Es hat Spaß gemacht, hier zu spielen. Ich bin mit dem Verlauf des Spiels nicht zufrieden. Die Spannung war weg und wir mussten unser Spiel erst neu aufbauen. Wir wussten, dass wir in der Schlussphase im Tempospiel unsere Chance bekommen. Isa Roch hat heute über 60% gehalten. Wir haben in der Abwehr vernünftig gearbeitet und trotzdem hatte ich das Gefühl, dass der THC in Unterzahl besser ins Spiel kam. Der THC geht verdient als Sieger aus der Partie. Ich muss beiden Mannschaften ein Lob aussprechen, das Spiel war von Kampfgeist und Moral geprägt. Thüringer HC: Rhein-Main Bienen: Zeitstrafen: 3 - 4. |
