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In Frankfurt/Oder sahen die 1.402 Zuschauer ein echtes Finale um einen Platz in den Play-offs, der Sieger konnte den Rechenschieber bei Seite legen und sich auf die Halbfinals um die deutsche Meisterschaft vorbereiten. Dabei gab es einen offenen Schlagabtausch, die Gastgeberinnen beantworteten das 0:2 mit vier Toren in Folge, lagen beim 6:8 wieder zurück und beim 9:8 wieder in Führung. Fünf Tore in Folge brachten zur Pause dann eine 16:10-Führung, doch zehn Minuten vor Spielende war die Partie beim 22:22 wieder ausgeglichen. "Wir wussten, dass Nürnberg sich auch nach einem Rückstand nicht aufgeben würde. Aber mit Hilfe unseres tollen Publikums haben wir uns aus dieser kritischen Phase selbst wieder heraus gezogen", so FHC-Coach Dietmar Schmidt nach Spielende zu dieser Situation, in der sich seine Mannschaft wieder auf 27:23 absetzte und 28:24 gewann. "Am Ende fehlten uns die Kräfte, Frankfurt hat weniger Fehler begangen und verdient gewonnen. Natürlich sind wir enttäuscht, aber einer von beiden musste ja verlieren", so Nürnbergs Trainer Csaba Szücs. Sein Gegenüber Dietmar Schmidt zeigte sich unterdessen höchstzufrieden: "Wir sind jetzt da, wo vor der Saison zwölf Mannschaften hin wollten. Das haben wir mit Höhen und Tiefen geschafft und nun geht es von Null wieder los." In Göppingen bot sich dem Buxtehuder SV die Chance, aus eigener Kraft die Play-offs zu erreichen. Und das Team von Dirk Leun trat entschlossen auf, über 8:2 erspielten sich die Norddeutschen eine 17:5-Führung und hatten bereits vor dem Seitenwechsel die Weichen gestellt. Göppingen mühte sich im zweiten Abschnitt um ein akzeptables Ergebnis, Buxtehude hielt die Gastgeberinnen aber auf Distanz und feierte am Ende einen ungefährdeten und verdienten 37:27-Erfolg, der das Team in die Play-offs bringt. "Ich bin überglücklich, weil meine Mannschaft heute ein phänomenale Leistung gezeigt hat. Wir haben gut in der Abwehr gespielt und sind tolle Konter gelaufen", so Buxtehudes Coach Dirk Leun nach Spielende. "Wir waren zu keinem Zeitpunkt in der Lage Akzente zu setzen", musste unterdessen sein Gegenüber Emir Hadzimuhamedovic konstatieren. "Wir haben uns heute einen Traum erfüllt, mit einer Mannschaft, die ganz unten eingestuft war, in die Play-offs vorzustoßen", erklärte sein Gegenüber Dirk Leun unterdessen. In Trier gab es unterdessen nach Spielende keinen Jubel, dabei hatte sich Pokalsieger VfL Oldenburg auswärts mit 26:24 durchgesetzt. Doch der Sieg alleine reichte nicht, mit der Niederlage gegen Göppingen hatte Oldenburg die Play-offs in der Vorwoche aus der Hand gegeben. "Wir haben gewonnen, aber dennoch verloren", sagte Angie Geschke und fügte mit Blick auf die Niederlage gegen Göppingen an: "Keiner stellt sich so blöd an wie wir." Nadja Nadgornaja, Aufbauspielerin Oxana Pal sowie die von den guten Pässen der beiden Rückraumakteurinnen profitierende Stefanie Egger am Kreis sorgten unterdessen dafür, dass in Trier zunächst immer die Gastgeberinnen vorlegten. Oldenburg übernahm im zweiten Abschnitt die Führung, konnte sich aber erst in den letzten zehn Minuten leicht absetzen. "Wir haben natürlich auf etwas Glück gehofft, aber ich bin zufrieden", machte Krowicki eine gute Miene nach dem Ausscheiden im Meisterschaftsrennen: "Es war mir wichtig, dass sich die Mannschaft mit einer anderen Einstellung präsentiert als gegen Göppingen. Das hat sie gemacht." Bei seinen Spielerinnen überwog aber die Enttäuschung. "Egal, ob wir heute gut waren oder nicht: Wir haben unser Ziel verfehlt. Das tut weh", sagte Linksaußen Kim Birke. Bereits unter der Woche hatte sich der letztjährige Finalist HC Leipzig das Ticket in die Play-offs gesichert. Vor 1.489 Zuschauern in der Arena Leipzig wollte der EHF-Pokal-Finalist den Schwung beibehalten und dies gelang. Von der ersten Minute an übernahm der Favorit das Kommando und antwortete auf den ersten Treffer der Gäste mit sechs Toren in Serie. Annamaria Ilyes war der Aktivposten bei Blomberg und hielt ihr Team noch im Spiel, doch Leipzig behauptete den Vorsprung souverän. Im zweiten Abschnitt bauten die Leipzigerinnen, bei denen sich alle Feldspielerinnen in die Torschützenliste eintrugen, ihren Vorsprung noch aus, beim 27:17 waren erstmals zehn Tore erreicht. Blomberg zeigte aber Moral und schob die Differenz wieder in den einstelligen Bereich, Leipzig verabschiedet sich so mit einem 31:24 in die Play-offs, für Blomberg geht es als Tabellensiebter in die Platzierungsrunde. Als Gewinner der Hauptrunde zieht unterdessen Bayer Leverkusen in die Play-offs, das stand allerdings bereits vor dem abschließenden Spiel bei den Rhein-Main Bienen fest. Vor 1.227 Zuschauern boten beide Teams eine unterhaltsame Partie, in der die Gastgeberinnen zunächst ein 4:2 vorlegten. Der Favorit bekam das Heft aber langsam in die Hand, dennoch blieben die Bienen bis zum 21:21 auf Augenhöhe, dann sorgten fünf Treffer in Folge für die Vorentscheidung zu Gunsten des Spitzenreiters, der am Ende mit 27:22 siegte. "Es war ein kampfbetontes Spiel, in dem wir uns am Ende durch eine Steigerung in der Abwehr dann am Ende durchsetzen konnten. Die Torhüterinnen haben auf beiden Seiten eine gute Leistung gezeigt", analysierte Renate Wolf, die mit ihrem Team im Halbfinale nun auf den FHC Frankfurt/Oder treffen wird. In Dortmund kam es unterdessen zum Abschiedsspiel für den Thüringer HC und Borussia Dortmund. Beide Teams standen bereits vor dem letzten Spiel als Absteiger fest, doch beide hatten in den letzten Wochen auch für positive Schlagzeilen gesorgt. In Dortmund konnte der Absturz verhindert werden und die Weichen in Richtung zweite Liga in gestellt werden, der Thüringer HC machte international von sich reden und erreichte das Finale im Challenge Cup. Für die Gäste allerdings nur ein kleiner Trost. Zahlreiche Fans hatten die THC-Damen auf die letzte Auswärtstour begleitet und sahen, wie sich die Gäste nach dem 21:24 wieder herankämpften und beim 26:25 sogar in Führung gingen. Doch Julia Kunze sorgte dann für den leistungsgerechten Ausgleich. "Das Unentschieden wird dem Spielverlauf gerecht", bilanzierte THC-Coach Dago Leukefeld, der sein Team nun auf die Finals im Challenge Cup vorbereiten wird. |
