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By: jhollaender (jhollaender) 2009.05.03

Die Gastgeber spielten die Unterzahl aus, Mietzner brachte den Anschlusstreffer und in Gleichzahl glich Hering zum 8:8 aus. In einer spannenden Partie, inder die Elfen die Gastgeberinnen immer wieder zu Fehlern zwangen, wechselten die Mannschaften beim Stand von 13:13 die Seiten. „Das einmal ein Gegenstoßpass verloren geht, ist gar nicht so dramatisch, aber unsere Fehler im Positionsangriff waren einfach zu viele“, sagte Schmidt nach der Partie. Und ergänzte: „In der Pause hatten wir uns vorgenommen, unsere technischen Fehler zu reduzieren.“

Aber auch nach dem Seitenwechsel war es zunächst die Wolf-Sieben, die in Führung ging. Nach einem Doppelschlag von Loerper führten die Elfen mit zwei Toren, doch Frankfurt kämpfte sich dank einer Melanie Herrmann in Topform zum Remis wieder heran. Beim Stand von 18:18 nahm Schmidt seine Auszeit im zweiten Durchgang, der Olympiasieger wirkte beruhigend auf sein Team ein, das drohte in Hektik zu verfallen.

Die Besprechung fruchtete, in der Folge kam wieder mehr Struktur ins Spiel der Frankfurterinnen, die dann phasenweise mit Anne Jochin als Spitze verteidigten um so den Angriff der Gäste zu stören. Die Hektik kam nun bei den Elfen auf, die ordnende Hand von Heike Ahlgrimm, die früh mit einem tiefen Cut unter dem Auge ausfiel, fehlte nun. Frankfurt nutzte diese Phase, um sich vorentscheidend zum 23:18 abzusetzen. Anna Loerper brachte nun vermehrt Denisa Glankovicova in Stellung, die noch einmal die Elfen auf drei Tore (24:21) heranbrachte.

Nach einer Zeitstrafe gegen Lyn Byl konnten die Gastgeber noch zum 26:21 Endstand enteilen. „Es ist schade, dass es am Ende fünf Tore geworden sind, aber wir haben Frankfurt mit unseren Fehlern auch zum Torewerfern eingeladen. Im Rückspiel ist aber weiterhin alles möglich“, so Kapitänin Heike Ahlgrimm. Für Unmut sorgte bei der Elfenbank einmal mehr das Frankfurter Publikum, dass mit Beleidigungen und Wurfgeschossen, eines davon traf Renate Wolf am Kopf, nicht sparsam umging.

Renate Wolf (Leverkusen): „Bis zum 18:18 haben wir eigentlich ganz gut mitgehalten und konnten auch den frühen Ausfall von Heike Ahlgrimm kompensieren. Wir haben heute ohne Außen gespielt und auch zu viele eigene Fehler gemacht. Mit der Schiedsrichterleistung bin ich heute nicht zufrieden, da fühle ich mich verschaukelt. Anne Müller hat heute ein geiles Spiel gemacht, aber sie wird dafür nicht belohnt und bekommt keine Siebenmeter zugesprochen.“

Dietmar Schmidt (Frankfurter HC): „Die zahlreichen Fans in der Halle haben ein tolles Spiel erlebt, in dem wir den Kampf der Leverkusenerinnen angenommen haben. In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel ganz gut im Griff, haben aber zu viele technische Fehler begangen. Nach dem Wechsel war das dann ganz sicher so, wie die Fans sich das vorgestellt haben. Da haben wur gut dagegen gehalten. Natürlich wissen wir, wie schwer das Rückspiel in Leverkusen wird, aber wir werden um jedes Tor fighten.“

FHC FRANKFURT/ODER – TSV BAYER 04 LEVERKUSEN 26:21 (13:13)

Frankfurt: Herrmann, V. Beier
Mietzner 10/1, Groke, Krone, Preis, Paap 3, Schneider 1, Hering 4, Jochin 7, Trumpf, C. Beier 1, Gabel

Leverkusen: Woltering, Knipprath
Byl 2, Fillgert, Weigelt, Kocevska, Müller 2, Loerper 7/4, Bönighausen, Glankovicova 7/2, Schückler, Ahlgrimm, Steinbach 3, Meier

Strafminuten: 10/12
Siebenmeter: 1/1 ; 6/7
Schiedsrichter: Schaller/Wutzler
Zuschauer: 1600 (Brandenburghalle)

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