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Ein würdiges Finalhinspiel sahen die gut 3.000 Zuschauer in Leipzig, die aber zunächst mitansehen mussten, wie die Gäste aus Leverkusen die Führung übernahmen und mehrfach mit drei Toren führten - so auch zur Pause beim Stand von 8:11. Im zweiten Abschnitt erhöhte Leverkusen den Vorsprung zunächst sogar auf fünf Tore, doch dies schien die Gastgeberinnen aufzuwecken. Eine verbesserte Deckung und eine starke Katja Schülke ließen den Finalisten des EHF-Pokals wieder aufschließen und beim 15:14 in der 43. Minuten sogar wieder die Führung übernehmen. Diese Führung gab Leipzig nicht mehr aus der Hand, ohne sich aber einen vorentscheidenden Vorsprung für das Rückspiel am Pfingstmontag erarbeiten zu können. Ein Hüftwurf von Maike Daniels sorgte für den 23:20-Endstand. "Ich kann mit dem Rückstand leben, in Leverkusen werden wir Gas geben", zeigte sich Leverkusens Trainerin Renate Wolf wenig beeindruckt vom Rückstand. "Es war wie erwartet ein enges Spiel, wir wussten das heute noch nichts entschieden wird", erklärte auch ihr Gegenüber Heine Jensen. "Wir haben es versäumt, die Chancen zu nutzen die wir erspielt haben, gerade von Außen. Der HCL hat das gut zu Gegenstößen umgemünzt, was zu Verunsicherung bei meinen Mädels geführt hat", analysierte Wolf die Partie. "Jede Mannschaft hatte ihre Halbzeit, die erste Hälfte war Leverkusens Halbzeit, die zweite war unsere. Ich bin sehr zufrieden mit der Moral meiner Mannschaft, wir haben uns nach den fünf Tore Rückstand toll zurückgekämpft", so die Bilanz von Heine Jensen, der erklärte: "Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, drei Tore Vorsprung sind nicht so schlecht." Eng ging es unterdessen auch im Spiel um den dritten Platz in der Deutschen Meisterschaft zu. Mit 29:28 hatte sich der Buxtehuder SV in der Vorwoche knapp auswärts in Frankfurt/Oder durchgesetzt und auch im Rückspiel behielten die Norddeutschen knapp die Oberhand. Die 1.000 Zuschauer sahen dabei eine gutklassige und temporeiche Partie, in der die Gastgeberinnen sich auf 11:6 absetzten und ein 20:14 mit in die Kabinen nahmen. Beim 23:21 schien das Polster bereits nach wenigen Minuten im zweiten Abschnitt aufgebraucht, doch Buxtehude behauptete die knappe Führung bis zur Schlußsirene. Erfolgreichste Werferinnen für die Oderstädterinnen waren Franziska Mietzner (12/5) und Anne Jochin (9), für Buxtehude traf Jana Stapelfeldt (14/8) am besten. "Das war ein tolles Spiel", bilanzierte Buxtehudes Neuzugang Svenja Spiestersbach gutgelaunt nach dem 37:36-Erfolg, sie wechselt nun zum Bundesligadritten. Gegner Buxtehudes wird in der kommenden Saison auch der VfL Sindelfingen, der den Durchmarsch von der Regional- in die 1. Bundesliga am Wochenende perfekt machte. Der Meister der Südstaffel traf im Aufstiegsfinale auf die HSG Bensheim-Auerbach und hatte mit einem 33:27 im Hinspiel auswärts den Grundstein gelegt. Die "Flames" aus Bensheim kämpften aber verbissen um die Aufstiegschance, beim 13:8 hatten sie fünf Minuten vor dem Seitenwechsel den Rückstand beinahe aufgeholt. Nach dem Seitenwechsel drehte Sindelfingen mit einem 10:2-Zwischenspurt aber die Partie wieder und führte mit 21:17. Bensheim gab sich dennoch nicht auf und wurde zumindest mit einem 26:24-Auswärtserfolg belohnt, der Sindelfinger Vorsprung aus dem Hinspiel geriet aber nicht mehr in Gefahr. "Wir sind aufgestiegen", so Sindelfingens Trainer Jörg Plankenhorn in einer kurzen Spielanalyse. Jubel über den Aufstieg gab es auch in Celle, dort mussten die heimischen Fans aber wesentlich länger zittern. Celle hatte das Hinspiel in Markranstädt mit 27:29 verloren, schien aber nach einem schnellen 7:3 auf bestem Wege in Richtung 1. Bundesliga. Doch die Gäste kamen wieder heran, übernahmen beim 9:8 sogar die Führung, die sich nach dem Seitenwechsel sogar auf 15:11 ausbauten. Celle hatte nun sechs Tore aufzuholen, und startete damit. Beim 21:20 war die Führung wieder zu den Norddeuten gewechselt und nach einigen Gegenstoßtreffern lag beim 24:20 Celle in der Addition vorne. Doch es wurde noch einmal spannend - Markranstädt verkürzte auf 24:23, doch Josephine Techert sorgte mit ihrem Treffer in der Schlußminute dann für Jubel bei Celle. Die mehr erzielten Auswärtstore gaben nach dem 25:23 im Rückspiel den Ausschlag und bescherten Celle den Jubel über den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Bis auf die Suche nach dem deutschen Meister, die sich am Pfingstmontag im Rückspiel des Endspiels zwischen Leverkusen und Leipzig entscheidet, sind damit alle Fragen in der Bundesliga der Frauen beantwortet. Aufgrund der Insolvenz des 1. FC Nürnberg ist Borussia Dortmund der einzige Absteiger aus der 1. Bundesliga, der Thüringer HC blieb von diesem Schicksal als Tabellenvorletzter verschont. In die 1. Bundesliga steigen der VfL Sindelfingen und die SVG Celle auf. Die 2. Bundesliga in die andere Richtung verlassen müssen unterdessen der TuS Lintfort, TSV Travemünde und die SG Kirchhof. Als Aufsteiger stehen der TV Oyten, die TSG Wismar, die SG BBM Bietigheim und die HSG Bad Wildungen/Fr./Bergheim fest. Zudem tritt der SV BVG 49 Berlin nach dem Zusammenschluß mit den Füchsen Berlin in der kommenden Zweitligasaison als BVB Füchse Berlin an - aus den "Spreebirds" werden die "Spreefüxxe". |
