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Der HCL agierte nervös, leistete sich einige technische Fehler, scheiterte aber auch mehrmals frei an Clara Woltering. Erst in der siebten Minute netzte Augsburg vom linken Flügel zum 4:1 ein. Da jedoch auch Katja Schülke auf der Gegenseite in guter Verfassung war und vor allem die Würfe von den Flügelpositionen entschärfte, blieb es zunächst beim Vorsprung von drei-vier Toren. Wie schnell sich das Blatt wenden kann, wurde schnell deutlich. Binnen drei Minuten hatte sich Leipzig beim 8:7 (23.) auf ein Tor herangearbeitet, Grund genug für Elfen-Trainerin Renate Wolf eine Auszeit zu nehmen. Penda Bönighausen kam nun im linken Rückraum, um Laura Steinbach eine kurze Ruhepause zu verschaffen. Aber immer wieder stand Katja Schülke einem Torerfolg im Weg. Aber auch die Elfen wussten Clara Woltering als sicheren Rückhalt zu schätzen. Die Nationaltorhüterin verhinderte mit dem dritten parierten Strafwurf, nach zwei erfolglosen Versuchen von Mette Ommundsen scheiterte auch Susann Müller, den Ausgleich. Auf der Gegenseite erhöhte hingegen Laura Steinbach zum 9:7. Bei dieser knappen Führung blieb es auch bis in die Schlussminute hinein. Heine Jensen zögerte noch die grüne Karte zur Auszeit hinzulegen und beinahe wäre es dafür zu spät geworden. Kudlacz leistete sich einen Fehlpass, doch Penda Bönighausen, die kurz zuvor zum 10:8 getroffen hatte, konnte den Ball nicht unter Kontrolle bringen. Nach der kurzen Besprechung spielte Leipzig Ulrike Stange auf dem rechten Flügel frei und die zukünftige Spielerin des VfL Oldenburg traf zum Pausenstand von 10:9. Die Partie blieb weiterhin hart umkämpft, beide Torhüterinnen stellten ihre Klasse durchgängig unter Beweis. Leipzig kam nur noch durch Einzelaktionen zum Erfolg, Susann Müller glich in der 38. Minute erstmals den Spielstand zum 12:12 aus. Die Elfen wankten jedoch nicht, zogen dank einer konzentrierten Deckungsarbeit prompt wieder zum 14:12 (45.) davon. Leipzig hielt dank seiner Flügelzange Augsburg und Ommundsen den Anschluss, die bei ihren Würfen aber auch immer wieder versuchten Clara Woltering körperlich zu attackieren, Der sonst so gefährliche Rückraum agierte kopf- und ideenlos, doch auch Leipzig hatte kräftig Beton in der Deckung angerührt, jeder Fehler konnte nun die Entscheidung bringen. Vier Minuten vor dem Ende glich Leipzig noch einmal zum 18:18 aus, die Fans der beiden Mannschaften hielt es nicht mehr auf den Sitzen. Laura Steinbach warf treffsicher von der Strafwurfmarke, doch das möglich 20:18 blieb aus, stattdessen traf Susann Müller zum 19:19 Endstand. Stimmen zum Spiel: Kay-Sven Hähner (Manager Leipzig): Die Mannschaft hat heute den verdienten Lohn eingefahren. Das war heute das 44. Pflichtspiel für diese junge Mannschaft, in der ja keine richtigen Profis spielen. Renate Wolf (Trainerin Leverkusen): Ich bin enttäuscht, Leipzig hat verdient gewonnen. Sie haben das clever runtergespielt und mir fehlten nach dem Ausfall von Denisa Glankovicova auch einfach die personellen Alternativen, wenngleich Penda ein gutes Spiel gemacht hat. Dadurch waren wir aber heute auch zu leicht ausrechenbar. Wir haben eine tolle Saison gespielt und uns auch eine Riesenkulisse im Jahr Eins nach dem Abschied von der Haberland-Halle erarbeitet. Nächste Saison greifen wir wieder an. TSV BAYER 04 LEVERKUSEN – HC LEIPZIG 19:19 (10:9) Leverkusen: Leipzig: |
